QuIP RINGVERSUCHE

Bundesweite immunhistochemische Ringversuche wurden von Universitätsinstituten ab dem Jahr 2000 initiiert und sind später in eine gemeinsame Qualitätssicherungs-Initiative überführt worden, deren Gesellschafter die beiden großen Verbände der Deutschen Pathologie, DGP und BDP sind. In mehreren Publikationen wurden der Aufbau, die Technik der Testverfahren und die Ergebnisse dargestellt (1-10).

Bislang war eine Vielzahl von verschiedenen Tests über verschiedene Plattformen zu erreichen (z.B. RfB, provitro AG, multiblock GmbH). Seit Anfang 2018 ist es gelungen, eine einheitliche Struktur zu schaffen. Damit werden jetzt alle verfügbaren Ringversuche der beiden Verbände über die neue Homepage der QuiP GmbH den Pathologen zur Teilnahme angeboten, was zu einem transparenten und erleichterten Bestellablauf führen soll. Die QuiP-Ringversuche sind jetzt zu erreichen unter:


www.quip.eu

Für die bisher über diese Seite bestellbaren Ringversuche „Mamma“ und „Proliferation Ki-67“ gilt, dass sie unverändert aus Hannover (MHH, Prof. Kreipe, mit Unterstützung durch die multiblock GmbH) in Kooperation mit der QuiP angeboten werden. Bestell- und Rechnungswesen laufen aber allein über die oben genannte Homepage.
Inhaltlich bleibt die Aufgabe, Sensitivität und Qualität der Färbeleistung für den jeweiligen Marker in einem Immunhistochemischen Labor an standardisiertem Gewebe zu überprüfen. Durch Rücksendung der gefärbten Schnittpräparate nach Hannover (multiblock) wird durch externen Review die Auswertung vorgenommen. Die Auswerteleistung des Teilnehmers spielt für den Erfolg des Labortests keine Rolle.
Der Labortest unterscheidet außerdem zwischen einem Testteil und einem Trainingsteil. Beim Testteil sind Fälle in der Auswertung mit einer Verteilung ähnlich wie im diagnostischen Alltag (normal bis schwierig), beim Trainingsteil sind schwierige Grenzfälle in einer eigenen Gruppe zusammengefasst. Dieses Vorgehen macht Sinn, um die selteneren Grenzfälle als Gradmesser gesondert betrachten zu können. Für die Teilnehmer kann deshalb der Vergleich der Ergebnisse von Testfällen und Trainingsfällen sehr aufschlussreich sein, um zu sehen, wo ihr Labor „steht“.

Die Auswerteleistung des Teilnehmers wird in dem integrierten Auswerteversuch extra gewertet. Hier wird die persönliche Auswerteleistung mit der Auswertung des erfahrenen Reviewers anhand der identischen gefärbten Objektträger des Teilnehmers verglichen. Alle Teilnehmer erhalten so die Möglichkeit, ihre Auswerteleistung unabhängig von der Qualität der Laborfärbung einschätzen zu können. Über einen gewichteten Kappa-Wert werden die Ergebnisse dokumentiert.
Ein Auswerteversuch ist bei jedem Ringversuch inbegriffen. Wer möchte, kann über das zusätzliche Bestellen weiterer Auswerteversuche (z.B. große Praxis oder Institut mit mehreren Auswertern) für mehrere Personen diesen Test durchführen lassen – allerdings muss immer mindestens ein Ringversuch vorliegen.

  1. Raap M, Raap M, Ließem S, Rüschoff J, Fisseler-Eckhoff A, Reiner A, Dirnhofer S, von Wasielewski R, Kreipe H: Quality assurance trials for Ki67 assessment in pathology.
    Virchows Arch. 2017 Oct;471(4):501-08
  2. Liessem S, Winkens W, Jonigk D, von Wasielewski R, Fisseler-Eckhoff A, Rüschoff J, Kreipe HH: Determination of tumor biological parameters in breast cancer: round robin testing for quality assurance.
    Pathologe. 2014 Feb;35(1):61-71. German
  3. von Wasielewski R, Hasselmann S, Rüschoff J, Fisseler-Eckhoff A, Kreipe H: Implementation of External Quality Assurance Trials for Immunohistochemically Determined Breast Cancer Biomarkers in Germany.
    Breast Care (Basel). 2008;3(2):128-133. Epub 2008 Apr 15.
  4. Krusche CA, von Wasielewski R, Rüschoff J, Fisseler-Eckhoff A, Kreipe HH: [Interlaboratory trials for quality assurance of breast cancer biomarkers in Germany]
    Pathologe. 2008 Jul;29(4):315-20. German
  5. von Wasielewski R, Krusche CA, Rüschoff J, Fisseler-Eckhoff A, Kreipe H: Implementation of External Quality Assurance Trials for Immunohistochemically Determined Breast Cancer Biomarkers in Germany.
    Breast Care (Basel). 2008;3(2):128-133. Epub 2008 Apr 15.
  6. Mengel M, Kreipe H, von Wasielewski R: Rapid and large-scale transition of new tumor biomarkers to clinical biopsy material by innovative tissue microarray systems.
    Appl Immunohistochem Mol Morphol. 2003 Sep;11(3):261-8.
  7. Rudiger T, Hofler H, Kreipe HH, Nizze H, Pfeifer U, Stein H, Dallenbach E, Fischer HP, Mengel M, von Wasielewski R, Muller-Hermelink K: Interlaboratory trial 2000 "Immunohistochemistry" of the German Society for Pathology and the Professional Association of German Pathologists.
    Pathologe. 2003 Feb;24(1):70-8.
  8. von Wasielewski R, Mengel M, Wiese B, Rudiger T, Muller-Hermelink K, Kreipe H: Tissue array technology for testing interlaboratory and interobserver reproducibility of immunohistochemical estrogen receptor analysis in a large multicenter trial.
    Am J Clin Pathol. 2002 Nov;118(5):675-82.
  9. Mengel M, von Wasielewski R, Wiese B, Rudiger T, Muller-Hermelink K, Kreipe H: Inter-laboratory and inter-observer reproducibility of immunohistochemical assessment of the Ki-67 labelling index in a large multi-centre trial.
    J Pathol. 2002 Nov;198(3):292-9.
  10. Rudiger T, Hofler H, Kreipe HH, Nizze H, Pfeifer U, Stein H, Dallenbach FE, Fischer HP, Mengel M, von Wasielewski R, Muller-Hermelink HK: Quality assurance in immunohistochemistry: results of an interlaboratory trial involving 172 pathologists.
    Am J Surg Pathol. 2002 Jul;26(7):873-82.